Shotokan Karate Do

 

Die bekanntesten fernöstlichen Zweikampfformen, die sich mit über 2000 - jähriger Tradition in recht unterschiedlichen Ausprägungen über den gesamten Fernen Osten verbreitet haben, sind das (japanische) KARATE - DO, das (koreanische) TAEKWON-DO und das (chinesische) KUNG-FU.

KARATE - DO entstand, als der buddhistische Mönch Daruma im Kloster Shaolin seine Schüler in kräftigenden Übungen unterwies, die ihnen Ausdauer und Stärke verleihen sollten, da ihre Religion eine harte Disziplin verlangte. Diese Körperschulung wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt und im 14. Jahrhundert von chinesischen Emigranten auf die Insel Okinawa gebracht, wo sie sich schnell mit den dort existierenden Kampfkünsten vermischte.

Als 1609 der Waffenbesitz auf Okinawa verboten wurde, förderte man damit ungewollt das Kämpfen mit leeren (KARA) Händen (TE). Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Gichin Funakoshi diese Formen weiter zum SHOTOKAN KARATE - DO, für ihn auch ein Weg (DO), um den eigenen Charakter zu formen.

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So wie die blanke Oberfläche eines Spiegels alles wiedergibt, was vor ihm steht,
so wie ein stilles Tal selbst den schwächsten Laut weiterträgt,
so soll der KARATEKA sein Innerstes leermachen von Selbstsucht und Boshaftigkeit,
um in allem was ihm begegnen könnte, angemessen zu handeln.
Das meint kara im KARATE - DO.
 - Funakoshi Gichin

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© Dr. Carsten Brunner